Mittwoch, 13. August 2014

Im Zauberwald von Castello Sassoforte

Um die Erinnerung an unseren Frühlingsurlaub in der Toskana ein wenig wach zu halten, zeige ich hier immer wieder ein paar Bilder davon (und auch um mich darüber hinweg zu trösten, dass wir wegen des Hausbaus in diesem Sommer nicht verreisen können).
 
Nachdem wir am ersten Tag Campiglia Marittima und am zweiten Tag Pisa besichtigt hatten, fuhren wir ins bergige Innere der Toskana. Dort, in der alten Maremma zwischen Siena und dem Meer, bei Roccastrada und Sassofortino sind wir im Zauberwald von Castello Sassoforte gewandert. 
Ein schmaler Weg führte stetig den Berg hinauf zur Ruine des mittelalterlichen Schlosses. Zwischen moosbewachsenen Steinbecken, riesigen Felsbrocken und jahrhundertealten Bäumen fühlten wir uns wie im Zauberwald. Die Markierung war oft undeutlich und der Weg manchmal etwas zugewachsen, was das Gefühl noch verstärkte in einem Zauberwald zu sein und es besonders für die Kinder spannend machte.
Oben angelangt, wartete auf uns die beeindruckende Ruine des Castello di Sassoforte und ein wunderbarer Ausblick über die Alta Maremma, bei klarem Wetter hätte man sogar bis zum Meer und nach Siena sehen können.  
Das Castello geht auf das 11.Jdh. zurück und gehörte wie viele Burgen der Maremma den Grafen Aldobrandeschi. Im Streit mit Siena wurde das Schloss 1328 vom Feldherrn Guidoriccio da Fogliano erobert und 1330 völlig zerstört. Die verbleibenden Bewohner gründeten 1438 eine Ansiedlung am Fuße des Berges Sassoforte, der heutige Ort Sassofortino. 
Während wir oben, nach dem Besichtigen der Ruine, unter den Bäumen auf den bemoosten Steinsitzen eine Picknickpause einlegten, war der Blick in den Himmel versperrt. Den ersten Donner hielten wir noch für ein Flugzeug, aber als klar wurde, dass ein Gewitter aufzieht, ging es in Windeseile wieder den Berg hinunter, um bei den ersten dicken Tropfen im Auto Schutz zu finden.



























Nachdem das Gewitter vorüber war, nahmen wir noch ein Bad in den heißen Schwefelquellen von Bagnio di Petriolo. Die heißen Quellen liegen mitten in der Natur und entspringen aus den Tiefen der Erde mit einer Temperatur von ca. 43°C.
Das heiße Schwefel-Wasser läuft in kleine Becken und über Felsen dampfend in ein größeres Becken, das von den Einheimischen im Flussbett des Flusses Farma mit großen Fluss-Steinen begrenzt wurde. Hier mischt sich das heiße Wasser mit dem kühlen Flusswasser. Ein tolles Badevergnügen!
   

Kommentare:

  1. Wow danke für diesen tollen Ausflug in die Toskana, dort ist es einfach wunderschön.

    Lg Andrea

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  2. Dieser Wald hat den Titel Zauberwald mehr als verdient, er sieht so richtig verwunschen aus. Es gibt schon schöne Ecken auf dieser runden Kugel...

    Liebe Grüße, Vera

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  3. Guten Morgen - danke für den Spaziergang durch die wunderschöne Toskana - herrlich -
    ich liebe diese Landschaft - und diesen "Zauberwald", den muß man erst mal finden - TOLL!!**
    Schönen Tag - und liebe Grüße nicht nur für heute *rena*

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  4. welch wunderbare auszeit mit diesen bildern! - recht hast du - die erinnerung hochleben lassen - auch das macht schon immer wieder ein bisschen urlaubsgefühle. viel glück weiterhin beim hausbau!
    alles liebe
    dania

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  5. Was für ein verwunschener Ort. Und so tolle Bilder. Ich bin ganz verzaubert. Danke dir für den kleinen Kurzurlaub am Bildschirm ;o)

    Liebe Grüße, Carmen

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