Donnerstag, 29. Juni 2017

Weiterbildung 6. Modul

 "... » Wenn der Schlüssel nur paßt!« dachte er, »es sind gewiß kostbare Sachen in dem Kästchen.« Er suchte, aber es war kein Schlüsselloch da, endlich entdeckte er eins, aber so klein, daß man es kaum sehen konnte. Er probierte und der Schlüssel paßte glücklich. Da drehte er einmal herum, und nun müssen wir warten, bis er vollends aufgeschlossen und den Deckel aufgemacht hat, dann werden wir erfahren, was für wunderbare Sachen in dem Kästchen lagen."


Am Sonntag fand mit einem Wiesenerlebnistag das nächste Modul meiner Weiterbildung statt.

Morgens regnet es noch, aber als wir uns um 9:30 auf einer Streuobstwiese bei Nenzingen treffen, scheint schon wieder die Sonne. Zum Glück wird der Tag nicht so heiß. 

Wir werden von der Referentin und Naturpädagogin Waltraud Kostmann, herzlich begrüßt und hören zunächst als Einstimmung die Geschichte Vom goldenen Schlüssel und bekommen allgemeine Infos zum Thema. 

Die Streuobstwiese prägt die Landschaft des Bodensees und Hegaus. Sie ist gefährdet und unbedingt schützenswert, denn sie ist Lebensraum für eine große Artenvielfalt, dort finden sich ca. 1000 Tierarten z.B. etwa 200 Wildbienenarten. Die Streuobstwiese bietet auch Heimat für Tiere, die ursprünglich vom Waldrand kommen, wie Hase, Fuchs und Fledermaus. Die Wiesenpflanzen ziehen Tiere an, die auf dem Acker keinen Lebensraum mehr finden, etwa Heuschrecken, Mäuse und Ameisen. Solch eine Streuobstwiese bindet CO2 auf 2 Stockwerken und ist Genbank für alte Sorten.

Zuerst spielen wir "Ankommen am Garderobenbaum" – in Stille und einzeln dürfen wir uns unter einen Baum legen, mit allen Sinnen die Umgebung aufnehmen und entspannen. Dann schauen wir uns an, welche Tiere in den einzelnen Stockwerke des Baumes leben.

Mittags sitzen wir im Schatten eines alten Baumes und teilen Mitgebrachtes.

Mit vielen Spielen, die alle sehr gut mit Kindergruppen umsetzbar sind, vergeht der Tag erstaunlich schnell. Wir erkunden die Streuobstwiese auf unterschiedliche Arten, z.B. suchen wir Tierspuren, untersuchen eine Stück Wiese genauer, ziehen den längsten Grashalm und bestimmen Gräser, suchen ein gleiches Blatt, machen eine akustische Partnersuche, spielen und raten wir Vogelnamen, spielen wir den Nestbau nach, machen wir eine Fotosynthese-Staffel, ertasten wir einen Baum mit verschlossenen Augen und finden ihn später wieder, ermitteln wir das Alter eines Baumes ...
 
Nach einer Reflektionsrunde ist gegen 17Uhr Ende. Müde aber mit vielen neuen Ideen fahren wir nach Hause.

"Ankommen am Garderobenbaum"
Tierspuren suchen






Leben im Quadrat



























Diashow





Grashalmziehen


Nestbau


Baumtastspiel




Äpfel ertasten








   
Empfehlenswerte Literatur:
 

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